Ein Treffen mit dem Leipziger Künstler Reinhard Minkewitz vor seinem Werk „Aufrecht stehen“ im Hörsaalgebäude der Uni Leipzig. 

Am Donnerstag, dem 27. April 2017, 10 Uhr führt die Werkakademie Leipzig im Rahmen ihrer Ausbildung zum Bühnenmaler und Bühnenplastiker (mit IHK-Abschluss) eine Veranstaltung mit dem Leipziger Künstler Reinhard Minkewitz durch.

Hier geht es vor allem um den handwerklichen Schaffensprozess seines Gemäldes „Aufrecht stehen“. Mittelpunkt der Aufmerksamkeit wird der Umgang mit dem bildkünstlerischen Verfahren der Grisaille-Technik sein. Die Erlernung dieser seit dem Mittelalter verwendeten Technik ist notwendige Grundvoraussetzung, um in diesem angestrebten Beruf tätig sein zu können.

Ein Bild mit brisantem Hintergrund

In seiner Langform lautet der Titel des Minkewitz-Gemäldes „Aufrecht stehen – für Herbert Belter, Ernst Bloch, Werner Ihmels, Hans Mayer, Wolfgang Natonek, Georg-Siegfried Schmutzler“. Es zeigt Männer, die in der DDR mit der SED-Führung und dem KGB in Konflikt gerieten. Sie verbüßten teilweise langjährige Haftstrafen oder bezahlten dafür mit ihrem Leben. Das Gemälde erinnert exemplarisch an die zahlreichen politischen Opfer der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig.

Informationen zum Gemälde von Reinhard Minkewitz

Weiteres zum Werk und dessen Schaffensprozess erfahren Sie auf der Webseite des Künstlers.

Interessierte finden das Bild wochentags frei zugänglich im 1. Stock des Hörsaalgebäudes der Uni Leipzig.

 

Text: Dr. Gerd Reich, Schulleiter der Werkakademie Leipzig / Nadine Neugebauer
Bild: Nadine Neugebauer