Das Handwerk erlebt laut diversen Medien eine Renaissance. Doch gibt es für diese Aussage auch eine Grundlage? Wir machten uns auf die Suche nach Zahlen und Statistiken zum Thema Handwerk und Produktion.

Ist das Handwerk angesagt?

So ganz pauschal lässt sich das laut einigen Daten leider nicht beantworten. Das Statistische Bundesamt hat sich mit der Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung im Handwerk des 2. Vierteljahres von 2014 beschäftigt. In der Publikation werden Verwaltungsdaten analysiert und entsprechend mit dem Vorjahr und dem 1. Vierteljahr 2014 verglichen. Da das Handwerk ein sehr weit gefächerter Begriff ist, gibt es vom einen zum anderen Handwerksberuf entsprechend Unterschiede.

Beziehen wir uns thematisch auf das Angebot der Werkakademie Leipzig, finden wir Daten, die mit dem Schmuckdesigner inkl. Goldschmied in Verbindung gebracht werden können. Bei den Gold- und Silberschmieden wurde vom 1. zum 2. Vierteljahr 2014 ein Umsatzplus von 10,1% generiert.

Bei den Maßschneidern scheint es bezogen auf den Umsatz im 1. Quartal 2014 etwas besser gelaufen zu sein. Im 2. Vierteljahr gab es ein Minus von 4,2%. Im Vergleich zum Vorjahr, also dem 2. Quartal 2013, ist das aktuelle Ergebnis aber immer noch um 3,2% besser.

Mehr Betriebe seit 2003

Eine positive Entwicklung im Handwerksbereich, kann man vor allem bei den Neugründungen von Handwerksbetrieben verfolgen. Seit 2003 wächst die Zahl der Handwerksbetriebe konstant an. In 2013 gab es insgesamt 1. 008. 593 Betriebe in Deutschland.

Dass es, wie die ZEIT schreibt, Konsumenten wieder mehr interessiere, wer die Produkte hergestellt hatkonnte bei der Recherche für diesen Beitrag hier nicht bestätigt werden. Wie wichtig den Menschen Produkte mit regionaler Herkunft sind, veranschaulicht diese kompakte Tabelle. Für die Ergebnisse wurden 1.000 Menschen im Februar 2014 befragt.