Wenn wir uns den Beruf des Maskenbildners vorstellen, denken wir zuerst an die ganzen Make-ups für Film und Fernsehen, an blutige Wunden und krasse Verwandlungen. Doch als Maskenbildner macht man noch viel mehr…

Was lernen Schüler in der Ausbildung zum Maskenbildner?

Die Gestaltung von Masken ist ein ganz großes Thema. Diese umfasst sämtlich künstlerischen und manuellen Tätigkeiten. Auszubildende fertigen Entwurfsskizzen, -modelle und -zeichnungen an. Hinzu kommt das Erstellen von Perücken, Toupets, Haarteilen sowie von Körper- und Gesichtsbehaarung. Neben starren und flexiblen Masken gehört das Schminken zu den Hauptaufgaben des Maskenbildners. Ähnlich wie beim Make-up Artist lernen die Auszubildenden das Charakter-, Schön-, Alt- oder Rassenschminken. Sehr beliebt ist das Schminken von Fantasie- und Tiergestalten. Ebenso lernen die Schüler verschiedene Gestaltungskonzeptionen zu entwickeln, den Umgang mit den Geräten und Werkzeugen und die fachgerechte Lagerung der verschiedenen Arbeitsmittel. Sie kalkulieren und planen ihre Arbeitsabläufe, stimmen Farben aufeinander ab, färben Haare, fertigen Glatzen oder Spezialeffekte an und gestalten Frisuren mit Haarteilen oder Eigenhaar.

Maskenbildner im Alltag

Im Beruf arbeiten die Maskenbildner hauptsächlich im Hintergrund. Sie finden eine Anstellung an Opern- oder Schauspielhäusern, bei Varietés, Filmstudios, Rundfunkveranstaltern, Fernsehstudios sowie Werbefilmagenturen. Beim Theater steht der Maskenbildner beispielsweise hinter der Bühne bereit, um rasche Änderungen an den Darstellern vorzunehmen. Hier werden Perücken getauscht oder es wird nach- oder umgeschminkt. Die Vorgaben erhalten sie in der Regel von Kostüm- und Bühnenbildnern oder vom Chefmaskenbildner. Nach der Vorführung kümmern sie sich um das Reinigen der Haarteile und deren Lagerung sowie um das Reinigen, Instandsetzen und Aufbewahren von Maskenteilen.

Ausbildung zum Maskenbildner an der Werkakademie Leipzig

Der Abschluss staatlich anerkannter Maskenbildner ist bundeseinheitlich geregelt. Das bedeutet, die Inhalte, die am Ende der Ausbildung zum Maskenbildner geprüft werden, sind überall in Deutschland gleich. Sie schließen die Auszubildenden mit einer Prüfung vor der IHK ab.  Die Ausbildung an der Werkakademie Leipzig dauert drei Jahre (alternativ besteht die Möglichkeit zur  Teilnahme an einer zweijährigen Weiterbildung). Sie erfolgt zum größten Teil an der Akademie. Hier lernen die Schüler das fachtheoretische und fachpraktische Handwerkzeug.

Die theoretischen Grundlagen setzen sie gleich praktisch um. Dabei bietet sich den Schülern viel Raum für individuelles Arbeiten. Die Ateliers stehen ihnen dafür jederzeit offen. Hier findet ein reger Austausch mit den anderen Gewerken statt. Vor allem die Bühnen- und Kostümschneider geben den Maskenbildnern viel Gelegenheit tolle historische Make-ups und Frisuren auszuprobieren. Bühnenmaler und Bühnenplastiker sorgen für das passende Ambiente.

Zusätzlich finden mehrere Blockpraktika statt. In diesen lernen die angehenden Maskenbildner, ihr Wissen in der Berufswelt anzuwenden. Praxisaufenthalte bei Film, Fernsehen, Oper, Theater und Musical gehören dazu. Nicht schlecht ist eine praktische Tätigkeit bei einem Frisör, um den Umgang mit Haaren zu schulen. Beim Kosmetiker lernen Schüler Wissenswertes zur Behandlung und Pflege der Haut sowie zum typgerechten Schminken.

Mehr Infos zur Ausbildung zum Maskenbildner in Leipzig an der Werkakademie findest Du auf unserer Homepage.

Frisuren und Make-up der Maskenbildner /Werkakademie Leipzig
Frisuren und Make-up der Maskenbildner /Werkakademie Leipzig
Photos Vorschaubild und Header by Chris Barbalis on Unsplash